Innsbrucker Prophylaxetage 2011 Seminar: „Neue Herausforderungen in der Prophylaxe. Schwerpunkte Erosionen und Karies.“
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Referent: Univ.-Prof. Dr. Adrian Lussi, Bern
Curriculum Vitae
1973 – 1974
Lehrer Primarschule Luthern (LU)
1974 – 1979
Studium an der Abteilung für Chemie der ETH Zürich, Diplom in Chemie
1979 – 1981
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich, Abteilung für Chemie
1978 – 1983
Studium der Zahnmedizin an den Universitäten Zürich und Bern
1979
Gymnasiallehrerpatent, Hauptfach Chemie
1984 – 1986
Assistent an der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin
1985
Dr. med. dent
1986 – 1987
Nationalfondstipendium für einen Forschungsaufenthalt in Chapel Hill, USA (Visiting Research Assistant Professor
1987 – 1993
Oberarzt an der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin, Universität Bern
1993
Habilitation (Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin)
1995
Abteilungsleiter an der Klinik für Zahnerhaltung
1998
Titularprofessor
2001
Ausserordentlicher Professor
2006
Ordentlicher Professor und Direktor der Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin
2011
Geschäftsführender Direktor der zmk bern
Publikationen
250 Publikationen
4 Bücher
Vortrag
Erosionen: Diagnostik – Risikofaktoren – Prävention – Aspekte der Therapie
Nicht kariöse Defekte der Zahnhartsubstanz haben in den letzten Jahren zuge¬nommen. Die Gründe dafür sind multifaktoriell, veränderte Ernährungsgewohn¬heiten und häufige Zahnreinigung mit zum Teil abrasiven Zahnpasten spielen dabei eine wichtige Rolle.
Bei den ernährungsbedingten Zahnschäden stehen die Erosionen im Vordergrund. Erosion wird definiert als oberflächlicher Zahnhartsubstanzverlust, verursacht durch Säure, ohne Mitwirkung von Mikroorganismen. Sie können durch exogene oder endogene Faktoren entstehen. Zu den exogenen Ursachen gehören massiver Konsum von säurehaltigen Lebensmitteln sowie berufsbedingte Säureexposition. Unter die endogenen Ursachen fallen chronische Magen-, Darmstörungen sowie Anorexia und Bulimia nervosa mit häufigem Erbrechen. Es hat sich gezeigt, dass die Einteilung in "Risikofaktoren auf der Patientenseite" und "Risikofaktoren auf der Ernährungsseite" die systematische Analyse erleichtert.
Die Diagnostik und das Erkennen der für den jeweiligen Patienten relevanten Risikofaktoren benötigt breites Wissen. Insbesondere ist es wichtig, die Hintergründe und tieferen Zusammenhänge zu verstehen, damit die richtigen Schlüsse für die Prophylaxe gezogen werden können. Die Therapie kann einfache Versiegelungen bis komplexe Rekonstruktionen umfassen.